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    Von der Idee zum Stream. Wie Technologie Live-Events barrierefrei macht

    Smartphone zeigt Live-Streaming-App bei einer Konferenz
    Barrierefreiheit bei Live-Events war lange ein logistisches Mammutprojekt. Induktionsschleifen mussten verlegt, FM-Empfänger verteilt und Dolmetscher:innen vor Ort koordiniert werden. Heute sieht das anders aus, und die Veränderung kommt aus einer überraschend einfachen Richtung: dem Smartphone.

    Das Prinzip ist bestechend simpel. Das Audiosignal des Events wird direkt vom Mischpult erfasst und in Echtzeit über das Internet gestreamt. Gäste öffnen eine Web-App auf ihrem Smartphone, ohne Download, ohne Installation, und empfangen den kristallklaren Ton direkt. Wer ein Bluetooth-Hörgerät oder Cochlea-Implantat trägt, koppelt es mit dem Smartphone und hat den Sound direkt im Ohr, ohne Hintergrundlärm, ohne Hall, ohne Verluste.

    Gleichzeitig arbeitet im Hintergrund eine KI-gestützte Spracherkennung. Sie wandelt das gesprochene Wort in Echtzeit in Text um, als Live-Transkript auf dem Bildschirm der Gäste. Die Latenz liegt im Bereich von Sekunden. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen ist das ein Gamechanger, aber auch für alle, die in lauter Umgebung den Inhalt mitlesen möchten.

    Der nächste Schritt: Übersetzung. Moderne KI-Modelle übersetzen den transkribierten Text in über 30 Sprachen, ebenfalls in Echtzeit, ebenfalls als Text und als gesprochene Übersetzung. Eine Keynote auf Deutsch wird so simultan auf Französisch, Englisch oder Japanisch verfügbar, ohne dass ein Team von Simultan-Dolmetscher:innen vor Ort sein muss.

    Das Beste daran: Die gesamte Lösung ist Plug & Play. Kein Hardwareaufbau, keine spezielle Infrastruktur, keine tagelange Vorbereitung. Die Integration ins bestehende Setup dauert Minuten. Und das Event-Branding lässt sich nahtlos einbinden, sodass die Accessibility-Lösung nicht wie ein Fremdkörper wirkt, sondern als Teil des Gesamterlebnisses.

    Technologie hat Barrierefreiheit von einem komplexen Sonderprojekt zu einer standardmässig verfügbaren Funktion gemacht. Die Hürde liegt nicht mehr bei der Technik, sondern nur noch bei der Entscheidung, sie einzusetzen.